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Freiheit des Geistes

14. Okt.
1 Min. Lesezeit

Teresa von Avila (1515 – 1582) erhielt als erste Frau 1970 den Titel Kirchenlehrerin. Ihr Gedenktag ist der 15. Oktober.

Sie hatte den Mut gegen alle Widerstände ihrer Zeit völlig neue Zugänge in der Spiritualität des Karmeliterordens, im Gebet und in der Beziehung zu Gott zu eröffnen. Weil sie sich selbst unter großen Mühen zum Wesentlichen des Glaubens durchgerungen hat, konnte Teresa eine herausragende Lehrmeisterin für andere werden und bis heute bleiben. Sie ermutigt zur Freundschaft mit Gott und findet anschauliche Beispiele, wie Gottes Anwesenheit im alltäglichen Leben erfahren werden kann. Besonders wichtig ist ihr, dass ein Gott suchender Mensch nicht manipuliert und in seiner Freiheit eingeschränkt wird.[1]

 

„All das, was uns derart gefangen nimmt, daß wir dabei spüren, wie unser Verstand nicht mehr frei bleibt, sollen wir für verdächtig halten, denn niemals gewinnt man auf diese Weise die Freiheit des Geistes. Eine der Eigenschaften des Geistes ist es nämlich, Gott in allen Dingen zu finden und an sie denken zu können. Alles Übrige ist nichts anderes als eine Versklavung des Geistes, welche außer dem Schaden, den sie dem Leib zufügt, auch die Seele am Wachstum hindert.“[2]

 

[1] Mehr über Teresa von Avila in unserem früheren Beitrag: https://www.perlenspirituellerweisheit.de/post/teresa-von-avila

 

[2] Teresa von Avila. Freundschaft mit Gott. Piper-Verlag, München 1987, 199

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