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Den Frieden befreien

  • 15. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit


Selten erreichen uns Nachrichten, die eine überzeugende spirituelle Botschaft enthalten. Mich haben die Videos von dem Friedensmarsch der 24 buddhistischen Mönche sehr bewegt, die am 26. Oktober 2025 von ihrem Kloster in Fort Worth in Texas gestartet waren und nach 108 Tagen Fußmarsch in Washington D.C. ankamen. Ihre Route von rund 3.700 Kilometern führte durch mehrere Südstaaten und fand ihr Ende mit Abschlusszeremonien in Washington D.C. Ihrem „March for Peace“ schlossen sich immer wieder Menschen an, manche begleiteten sie nur wenige Kilometer, andere ganze Tagesetappen. Die Mönche verteilten einfache „Friedensarmbänder“ als buddhistisches Symbol für Schutz und Segen an Menschen, die sie unterwegs trafen.

Sie gingen oft schweigend, in traditionellen orangenen Gewändern, barfuß oder in Sandalen, bei Hitze wie bei Kälte. Es war kein Protestmarsch im klassischen Sinn, sondern eine Pilgerreise mit der stillen Botschaft: Politische Spannungen, Polarisierung und Gewalt können auch mit stillen, konsequenten Gesten von Achtsamkeit und Mitgefühl beantwortet werden. Einheit, Güte und Empathie sind Voraussetzungen für echten Frieden. Ein Hund namens Aloka („Licht“) begleitete die Gruppe, auch um die Verbindung zu allen Lebewesen auszudrücken.

Bhikkhu Pannakara, der Leiter der Mönchsgruppe, hielt immer wieder Ansprachen. Dabei leitete er zu einfachen Achtsamkeitsübungen an und ermöglichte so den Anwesenden eine authentische Erfahrung von Frieden im eigenen Inneren. In seiner Ansprache vor der National Cathedral in Washington führte er unter anderem aus:

Friede ist etwas, wonach wir so lange gesucht haben. Er ist in uns, er hat uns nie verlassen. Wir können es nur nicht sehen. Wir haben den Frieden in eine Box eingesperrt und ihn irgendwo zurückgelassen und vergessen wo.

Wir sind nicht von Fort Worth, Texas, hierhergekommen, um Ihnen irgendeinen Frieden zu bringen, sondern um Ihr Bewusstsein für Frieden zu schärfen, sodass Sie diese Box öffnen und den Frieden befreien können. Lasst Frieden unter uns allen in dieser Nation und der Welt erblühen und gedeihen, damit diese Welt ein besserer Ort für alle Wesen werden kann.

Es lohnt sich, diese Ansprache – mit einer Wahrnehmungsübung des eigenen Herzschlags und ihrer Auslegung für den Alltag – ganz anzuschauen. Hier ist der Link zum Video:

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