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Liebe schafft Schönheit



Unser Beitrag zum Valentinstag zeigt ein Liebespaar von Niki de Saint Phalle (im Tarotgarten in der Toskana). Es passt zu einem Zitat der antiken Dichterin Sappho, die auf Lesbos lebte: „Das Schönste ist, was der Einzelne liebt.“ Die spanische Schriftstellerin Irene Vallejo schreibt dazu: „Dieser unerwartete Vers bekräftigt, dass Schönheit zuallererst im Blick des Liebenden ist; wir begehren nicht, was uns am anziehendsten erscheint, sondern es scheint uns anziehend, weil wir es begehren. Sappho zufolge schafft derjenige, der liebt, Schönheit; er ergibt sich ihr nicht, wie man zu denken pflegt. Das Begehren ist ebenso wie das Verseschmieden ein kreativer Akt. Musikalisch, wie sie war, konnte die klein gewachsene, unansehnliche Sappho die winzige Welt um sich herum mit ihren Leidenschaften schmücken und schöner machen.“ (Irene Vallejo, Papyrus. Die Geschichte der Welt in Büchern. Zürich 2022, S. 273)

Erinnert sei aber auch an einen katholischen Heiligen: Valentin war ein römischer Priester. Er soll Liebespaare trotz des staatlichen Verbots kirchlich getraut haben und deswegen am 14. Februar 269 hingerichtet worden sein. Zudem habe er frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt. Daraus hat sich Brauch entwickelt, dass sich Liebende Blumen schenken. In manchen Kirchen gibt es an diesem Tag Segnungen von Liebespaaren.

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